2014/03/19

DAY 04 – Hama Rikyu Gardens und Odaiba (Tokyo Bay)

Ich glaube so müde wie heute, war ich schon lange nicht mehr. Der Tag war toll, aber auch richtig anstrengend – vor allem, da auch diese Nacht schlafenstechnisch noch nicht optimal war. Aber der Reihe nach (heute war der Schreibfluss nicht so gut, deshalb verzeiht, sollte irgendwas seltsam  klingen oder so ^-^").

Erst mal ging ich in den Laden, den mir die Hotelbesitzer zum frühstücken gezeigt hatten. An einem Automaten am Eingang sucht man sich sein Essen aus, bezahlt und gibt den Bon der Bedieung. Eigentlich ein ganz gutes System – spart auch unnötige Kommunikationsprobleme :-)
Dort gab's dann erst mal ein deftiges Frühstück (ich habe vorher noch nie Fisch zum Frühstück gegessen) und dann konnte es richtig losgehen. 




Heute war das Wetter leider nicht mehr so toll, wie die Tage zuvor. Der Himmel war die ganze Zeit mit einer tristen, grauen Wolkenschicht bedeckt, aber zum Glück hat es nicht geregnet. Auf dem Programm standen zunächst die Hama Rikyu Gardens, die unmittelbar an der Tokyo Bay liegen und damit direkt am Meer.

Im Umkreis um die Hama Rikyu liegt das Shiodome District. Ein ziemlich modernes Viertel in Tokyo mit großen Shoppingcentern, Finanz- und Businessgebäuden. Die Gebäude sind alle ziemlich hoch und wirken durch ihre Glasfassaden wirklich sehr imposant. Unter anderem haben hier der TV Sender „Nippon TV“, die Firma Yakult und andere namenhafte Firmen ihren Sitz.

Auf dem Weg zu den Hama Rykiu bin ich sogar an einem Italienischen Garten vorbei gekommen. Tokyo ist wirklich multikulturell :-) (das wird sich auch im Laufe des Tages noch mal an anderer Stelle zeigen).











An den Gärten angekommen bezahlte ich zunächst den Eintrittsbetrag (300 Yen) und wollte dann schon losstiefeln, als mich ein netter Mitarbeiter gefragt hat, ob ich nicht vielleicht einen kostenlosen Audioguide mitnehmen möchte. Ich dachte mir „Kann ja eigentlich nicht schaden.“ und wurde dann auch ausgiebig in die Funktionsweisen eingewiesen. Im Nachhinein war es eine sehr gute Entscheidung, da man wirklich mehr Hintergrundinformationen bekommt, als wenn man nur die aufgestellten Tafeln anschaut.

Das Coole: der Guide funktionierte komplett automatisch per GPS – d.h. Sobald ich an einem Sensorpunkt vorbeikam (wo es etwas zu sehen gab), sprang der Guide an und hat mir alles wissenswerte über mein Headset mitgeteilt. Echt eine tolle Sache!



An sich ist der Garten sehr schön, man kann viel herumlaufen und einiges interessantes sehen. Besonders schön sind die Seen mit den Teehäusern und die beinahe symmetrisch geformten Kiefernbäume. Natürlich gab es auch hier eine Kirschblütenallee ;-)
Ein weiteres Highlight waren die gerade aufblühenden Blumenfelder, in denen sich Vögel um den Nektar stritten. Und es hat so herrlich geduftet, ich war irgendwann ganz benebelt. 























Mitten im Frühlingshaften Getummel, habe ich dann noch den Schuss des Tages gemacht. Zufälligerweise war gerade ein Hochzeitspaar im Park und hat dort an verschiedenen Stellen Fotos gemacht. Und als sie mitten in dem Meer aus gelben Blumen standen, musste ich einfach ein Foto machen. Wow, das war einfach nur genial!



Am beeindruckendsten war meines Erachtens die 300 Jahre alte Kiefer, die schon so monströse Ausmaße angenommen hatte, dass sie von dicken Holzpfeilern gestützt werden musste, damit ihre Äste nicht den Boden berühren und sie umknickt. Ein wunderschöner Baum.




Was mir auch aufgefallen ist: es gibt wahnsinnig viele streunende Katzen in Tokyo. Das war mir bisher gar nicht so bewusst, aber allein heute habe ich wieder zwei davon fotografiert. Sie sind ziemlich zutraulich und scheinen gar keine Angst zu haben. Auch in der Straße wo mein Hotel ist, habe ich schon mehrmals abends welche gesehen.




Nachdem ich meine Garten Tour erfolgreich beendet hatte ging's dann weiter Richtung Hochbahn Station der Yurikamome Linie. Die Yurikamome Linie ist die einzige U-Bahnlinie, die nach Odaiba fährt. Odaiba ist ein relativ junges Viertel von Tokyo, sehr modern mit Shopping Centern soweit das Auge reicht. Das Interessante: das ganze Areal wurde in der Bucht von Tokyo künstlich aufgeschüttet und angelegt. Wenn man dann aus der Bahn aussteigt und sich umschaut, bleibt einem kurz die Kinnlade am hängen wenn man denkt, dass das alles irgendwie mal Wasser war wo man jetzt steht. Verrückt.

Um noch mal auf das multikulturelle zurückzukommen … kaum war ich aus dem Zug, erblickte ich nur ein paar 100 m entfernt die Freiheitsstatue. Genau, die aus New York. Ich war etwas perplex, aber offenbar erfreuen sich die Japaner sehr daran. Zumindest kann ich aber sagen, dass ich schon die echte gesehen habe ;-)

Was einem noch sofort auffällt, ist das große, langgezogene Gebäude mit der Kugel in der Mitte auf dem Dach. Die Zentrale von Fuji TV. Ein riesiger Bau, der Nachts richtig bunt beleuchtet ist. 








Ansonsten reiht sich hier eine Shopping Mall an die nächste und man bekommt den Eindruck als würden Japaner nichts weiter tun als einzukaufen. Eines dieser Center ist das „DiverCity Center“, dessen Eingang eine lebensgroße Gundam Statue ziert. Ein heftiges Teil – da mussten natürlich sofort ein paar Fotos her (Kampfroboter aus Anime Serien sind schon irgendwie cool).








Das Center selbst hat 8 Etagen, davon zwei alleine für Essen. Da sich mein Magen bereits bemerkbar gemacht hatte, versuchte ich unter dem reichlichen Angebot irgendwas zu finden, das ich probieren wollte. Und habe mich dann für Oktopus Bällchen (Takoyaki) entschieden ;-) (ich höre jetzt schon den Aufschrei, ha ha!)

Entgegen des allgemeinen Ekels gegenüber solchen kulinarischen Extravaganzen: sie schmecken wirklich sehr lecker! Ein außen knuspriger und innen noch weicher Teig umhüllt ein Stück von einem Tentakelarm. Am coolsten sind die Saugnäpfe beim kauen :D (das fühlt sich im Mund echt witzig an)



Zum Nachtisch habe ich mir in einer Bäckerei noch einen Grün-Tee Kuchen (war eher wie ein Donut) geholt. Aus dem Supermarkt bei mir um die Ecke hatte ich auch noch eine Art Weißbrotschnitte mit Heidelbeer-Frischkäse(?)-Füllung, das hat auch sehr gut geschmeckt (sah aber nach der Verpackung zu urteilen eher nach etwas für Kinder aus – egal ^-^).




In Odaiba kann man fast alles in luftigen Höhen ablaufen, da ein Großteil des Shopping-Areals durch Plattformen und Brücken verknüpft ist. Auf diesem Weg kommt man dann auch irgendwann an den Strand. Ja, richtig gehört, in Tokyo gibt es tatsächlich einen Strand :-) Es war zwar aufgrund des Wetters ziemlich frisch und ungemütlich, aber die Aussicht auf Tokyo war trotzdem der Hammer! Freier Blick auf die Rainbow Bridge, die Odaiba mit dem Festland verbindet, und die Skyline von Tokyo.













Da es zu der Zeit schon relativ spät war, habe ich meinen Plan noch den Tokyo Tower zu besuchen, über Bord geworfen und bin bis es dunkel war in Odaiba geblieben. Wenn die Aussicht bei Tag schon so toll ist, muss es bei Nacht ja noch cooler sein. Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht.

Das Lichtermeer ist fantastisch und man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, weil fast alles blinkt und funkelt. Obwohl ich schon ziemlich müde und kaputt war, bin ich dann noch ein bisschen mit der Yurikamome Linie durch Odaiba gefahren und habe noch ein paar Sachen angeschaut bzw. gefunden (selbstverständlich hauptsächlich weitere Shopping Komplexe ;-)).























Irgendwann waren meine Kräfte dann aber erschöpft und ich habe mich auf den Weg zurück zum Hotel gemacht. Alles in allem, war es aber wieder ein echt spannender Tag – und ich bin schon gespannt, was ich morgen alles sehen werde :-) 

 Ach ja, ich habe auch noch ein paar Fotos von der Tokyoter U-Bahn gemacht ^-^ (hier zu sehen die Tawaramachi Station an der ich immer losfahre!)






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